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Gärten mit Flair und Atmosphäre  
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HISTORIE JAPANISCHER STEINLATERNEN
 


Steinlaternen im Japanischem Garten

Die Geschichte der japanischen Gartenkunst ist untrennbar mit der Übernahme des über China und Korea nach Japan kommenden Buddhismus im 6. Jahrhundert mit allen seinen Begleiterscheinungen verknüpft. Aber auch andere fernöstliche Religionen wie der Taoismus und der Schintoismus waren prägend in der Entwicklung der neuen Gartenformen. Stilelemente der chinesischen und koreanischen Tempel und Landschaftsgärten wurden übernommen und somit fanden auch die Steinlaternen Einzug in die japanischen Gärten.

Den Teezeremoniemeistern ist es zu verdanken, dass die Steinlaternen in den Teegärten weite Verbreitung fanden. Das Teehaus war der Ort an dem man sich traf, um nach festen Regeln Tee zu trinken und miteinander
zu kommunizieren. Die Gärten um die Teehäuser wurden von den Teemeistern mit größter Sorgfalt, betonter Natürlichkeit und Einfachheit gestaltet.

Mit der harmonischen Gestaltung der Wege, der Trittsteine, der Bepflanzung, dem unerlässlichen Wasserbecken und den alten Steinlaternen wurden die Gäste vor dem Betreten des Teehauses aus der äußeren Welt der Unruhe und Hast eingestimmt auf Ruhe und Besinnung. Die Aufstellung der Steinlaternen, versehen mit einer Öllampe, an ausgesuchten, markanten Punkten sollte die würdevolle Atmosphäre des Gartens noch verstärken. Bei der meistens in den Abendstunden stattfindenden Teezeremonie vermittelten die leuchtenden Laternen die Stimmung eines im Wald versteckt liegenden Tempels. So wurde die Steinlaterne zu einem Objekt der Feierlichkeit und gewann sehr schnell an Beliebtheit und wurde nach und nach in die privaten Gärten eingeführt.

Als Material zur Herstellung der Steinlaternen wurden Granit und Sandstein verwendet, seltener die dunkle
Andesit-Lava, welche vom heiligen Berg Aso auf der südjapanischen Insel Kyushu stammt. Heute dürfen nur noch wenige privilegierte Steinmetzfamilien die dunkle Andesit-Lava abbauen um daraus in alter traditioneller Form Steinlaternen herzustellen. Dies und der Umstand, dass Steinlaternen aus der dunklen, fast schwarzen Andesit-Lava sehr schnell bemoosen und die Patina einer sehr alten Laterne ausstrahlen, hat dazu geführt, dass gerade diese Steinlaternen nicht nur in Japan außerordentlich begehrt sind. Heute ist die Herstellung der Steinlaternen in Japan nach alten Vorbildern ein sehr geachtetes Handwerk, das leider aber auch von immer weniger Steinmetzfamilien ausgeführt wird. Wenn wir einen japanischen Garten besuchen, werden wir schnell gefangen von seinem geheimnisvollen Zauber, der nicht zuletzt auch von der Ausstrahlung der alten japanischen Steinlaternen ausgeht.

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